Eröffnungstermin und Wunschzettel

Vielleicht haben Sie es bereits gelesen: Obwohl auf der Baustelle am Allermöher Deich 445 auf Hochtouren gearbeitet wird, um das Hospiz am Deich so bald wie möglich einweihen und in Betrieb nehmen zu können, müssen wir die Eröffnung auf Ende Januar 2023 verschieben.

Zwar geht es mit großen Schritten voran auf der Baustelle: Das Dach wird gedeckt, Fußböden werden verlegt, Fenster und Türen restauriert, elektrische Leitungen gezogen, Wasserleitungen eingerichtet, es wird gekachelt, gespachtelt, gehämmert und gesägt. Vieles davon läuft gut und im Zeitplan, manche Dinge – auch wichtige – verzögern sich aber leider noch: unter anderem der Aufzug und die Heizung. Und ohne die geht es leider nicht.

Neuer Termin für die Inbetriebnahme des stationären Hospizes ist also Ende Januar – so lange hin ist das auch nicht mehr.

Bis dahin werden fast täglich Teile der Einrichtung angeliefert: Pflegebetten, Stühle, Tische und vieles mehr. Diese werden zunächst zwischengelagert, in den fast fertigen Büros im Erdgeschoss und auch in Gebäuden des Nachbargrundstücks. Sie alle warten nur auf das Startsignal, dann können sie in Windeseile ihre Plätze im Hospiz einnehmen.

Für die großen und notwendigen Einrichtungs- und Ausstattungsgegenstände ist natürlich gesorgt, das versteht sich. Trotzdem treten wir jetzt in eine Phase des aktiven Spendensammelns ein. Nicht nur, weil das in dieser Jahreszeit alle machen, sondern weil wir es müssen: Um unseren Gästen und ihren An- und Zugehörigen ein bisschen mehr zu bieten als die nackten Standards, um ihnen die Gelegenheit zu geben, die Zeit des Abschieds so gut und autonom zu gestalten wie irgendwie möglich. Und dazu brauchen wir Ihre Unterstützung.

Wussten Sie, dass die Kranken- und Pflegekassen nur 95 % der Kosten des Hospiz-Aufenthalts übernehmen und dass die fehlenden 5 % ausdrücklich über Spenden finanziert werden sollen? Das ist vom Gesetzgeber ausdrücklich so vorgesehen, aus unterschiedlichen Gründen. Einer davon ist, dass es nicht lukrativ werden soll, ein Hospiz zu betreiben. Ein anderer, dass Hospize nicht im Verborgenen arbeiten sollen, sondern ihre Botschaft in die Lande schreien: Es gibt uns, nehmt uns zur Kenntnis, nehmt uns bei Bedarf in Anspruch – und unterstützt uns, wenn ihr könnt!

Es sind bereits verschiedene Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen an uns herangetreten. Zum Teil haben sie direkt gesagt: „Wir wollen euch in diesem Punkt unterstützen oder bei einer konkreten Anschaffung“. Darüber freuen wir uns riesig, denn neben der eigentlichen Spende erfahren wir bei diesen Interaktionen so viel Wertschätzung unserer Arbeit, dass es uns nachhaltig glücklich macht.

Ebenso freuen wir uns aber auch über ganz normale Geldspenden „zur freien Verfügung“ – denn wir haben noch viele großartige Ideen, deren Umsetzung etwas kosten wird, wie z. B. Hinterbliebene in ihrem Trauerprozess zu unterstützen und Veranstaltungen durchzuführen, bei denen interessierte Bürgerinnen und Bürger behutsam über die Themen der Endlichkeit ins Gespräch kommen können.

Für all die Menschen, die gerne etwas konkreter werden wollen, haben wir den Wunschzettel, der auf unserer Website zu finden ist, aktualisiert. Da stehen einige unserer Herzenswünsche, größere und kleinere, und die zu erwartenden Kosten. Ganz wichtig: Wir freuen uns ausdrücklich auch über Teilbeträge, große wie kleine. Wenn Sie mal schauen möchten, was auf diesem Wunschzettel so steht, dann folgen Sie diesem Link: Wunschzettel November 2022

Über anstehende Aktionen, um uns in Bergedorf und Umgebung bekannt zu machen, weitere Möglichkeiten zu spenden und natürlich vor allem konkrete Termine im Zusammenhang mit der Eröffnung des Hospizes am Deich werden wir Sie so schnell wie möglich informieren.